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Erster Boddentrip nach der Corona-Pause

 

Nach einem Jahr Zwangspause waren wieder die Bodden angesagt. Die Freude war groß als Jörg sagte das  Rene‘, Martin und ich im Juni anreisen könnten.

 

 

Direkt nach unserer Ankunft sagte Jörg das er immer noch aktiv am Projekt  "Boddenhechte, Fischerei, Tourismus, Nachhaltigkeit"   teilnimmt.

Mehr zu diesem Programm  unter  www.ifishman.de

 

Wir wurden in den 3 Tagen voll in dieses Projekt eingearbeitet. Jeder gefangene Fisch wurde an Bord geholt, vermessen und mit einer orangefarbenen Fähnchenmarke kurz vor der Schwanzflosse, ausgestattet. Ein Stück Schuppe wurde entnommen, ein kleines Stück Flosse für die DNA sowie die ID-Nummer der Fähnchenmarke, Fangdatum, Zeit und Fangort notiert. Das alles musste relativ schnell gehen, damit der Fisch unbeschadet zurückgesetzt werden konnte. 

 

 

Für mich, der gerne Bilder und kleine Videos macht, waren daher Grenzen gesetzt. Aber einiges hat doch noch geklappt.

Ich versuche mal die 3 Tage in knappen Worten zu schildern.

Wir haben zusammen über 20 Hechte gefangen. Es waren 4 Meterfische dabei, 3 hatte Rene‘ mit 100cm, 104cm und 108cm.

 

Den vierten und größten der 3 Tage mit 110 cm hatte unser Martin. Es war sein erster Meterhecht auf den Bodden. 

 

 

Einer meiner Hechte verfehlte knapp die Metermarke. Leider war kein Foto mehr möglich da er nach der ganzen Aktion dringend schnell zurückgesetzt werden musste.

Letztendlich konnten wir alle zufrieden sein. Viele waren weit über 80cm.

 

 

Was für mich persönlich noch viel wichtiger war, ist folgendes: Vor einigen Monaten hatte ich einen schweren Bandscheibenvorfall mit einem 2-wöchigen Krankenhausaufenthalt. Ich konnte keinen einzigen Schritt laufen. Man verzichtete zunächst auf eine Operation und versuchte es mit Spritzen (alle 2 Tage 3 Stück), alles sehr schmerzhaft. Nach den 2 Wochen hat mich meine Frau mit dem Rollator abgeholt, konnte erst kaum sitzen, geschweige denn laufen. Nach langen Wochen mit ständigen trainieren erst mit, dann ohne Rollator oder Stock, ging es Stück für Stück bergauf.

Dieser Boddentrip war daher ganz entscheidend für mich, 8 Stunden im Boot ohne zu sitzen. Was soll ich sagen, es hat geklappt!! Das war mich mein größtes Geschenk. Ich kann nur hoffen das ich keinen Rückfall bekomme.

 

Aber jetzt wieder zu den wichtigen Sachen.

Wie schätze ich die Lage an den Bodden ein. Äußerungen wie „die Bodden sind tot“, halte ich für Blödsinn, aber mich beunruhigt folgendes: Auf den Kubitzer Bodden sollen die Fänge bescheiden sein, aber in den kleinen Rückzugsgebieten ist der Bestand noch ganz ordentlich. Nur der Druck der vielen Angelboote könnte meiner Meinung nach für eine Veränderung sorgen. Auch müssten sich einige Regeln ändern.

Man sollte wirklich alles dransetzen dieses einmalige Biotop zu erhalten., denn ich weiß wovon ich rede, habe  3 Hinrichtungen miterlebt, das Wolgadelta, das Donaudelta und den starken Rückgang der Thunfische im Mittelmeer.

 

Last but not least, danke an Rene‘ und Martin für die kleinen Hilfen,

Bestnote für Jörg, der uns in den 3 Tagen zu über 20 Hechten führte.

Wir freuen uns schon wieder auf den September

 

hier ein kleines Video von unseren Boddenhecht-Projekttagen

 

 

Euer Angelharry